https://e-publishing.cern.ch/index.php/prise/issue/feed Progress in Science Education (PriSE) 2021-11-29T14:52:24+01:00 PriSE - Editorial Office PriSE-editors@cern.ch Open Journal Systems <p>Science education is a highly dynamic field of applied and basic research and of research-based development. Its ideas and problems arise at the intersection of theoretical and empirical research and of educational practice in science classrooms, informal learning and teacher education, of the important and manifold relations of modern societies with science and education, and of a scientific, evidence-based approach to science teaching and learning and science literacy.</p><p>In this framework, <strong>Progress in Science Education (PriSE)</strong> aims at fostering a stimulating exchange between researchers, teachers, and other stakeholders in the field, trying to investigate their ideas and visions, and to suggest approaches for an effective and sustainable development of science education in and out of school.</p> https://e-publishing.cern.ch/index.php/prise/article/view/1168 Schwierigkeitserzeugende Merkmale im Physikunterricht 2021-06-03T19:48:34+02:00 Jan Winkelmann jan.winkelmann@ph-gmuend.de Mareike Freese freese@physik.uni-frankfurt.de Tim Strömmer tim.stroemmer@gmail.com <p><strong>Hintergrund:</strong> Physik wird von vielen Schüler*innen als besonders schwieriges Unterrichtsfach wahrgenommen. Häu-fig geht diese Einschätzung mit einer hohen Unbeliebtheit des Faches einher. Obwohl dieser Befund nicht neu ist, liegen erstaunlich wenige Forschungsergebnisse zu den Gründen der von Schüler*innen wahrgenommenen Schwie-rigkeiten vor.</p> <p><strong>Ziel:</strong> Die in diesem Beitrag vorgestellten Studien untersuchten die Schüler*innenperspektive auf schwierigkeitserzeu-gende Merkmale im Physikunterricht.<br />Stichprobe/Rahmen: Insgesamt liegen Daten von 220 Schüler*innen vor. Die Befragungen erfolgten an hessischen Realschulen und Gymnasien in den Jahrgängen neun bis elf.</p> <p><strong>Design and Methoden:</strong> Zwei Studien arbeiteten mit quantitativen Fragebögen (paper-pencil), eine Studie untersuchte das Thema mithilfe einer qualitativen Fallstudie (Lautes Denken und leitfadengestützte Interviews). In allen Fällen handelt es sich um Schüler*innenbefragungen ohne vorherige Intervention.</p> <p><strong>Ergebnisse</strong>: Es zeigt sich, dass von Schüler*innen insbesondere eine fehlende Alltagsrelevanz der Inhalte als Grund angesehen wird, weshalb der Physikunterricht als schwierig wahrgenommen wird. Zudem geben die Schüler*innen an, dass ein hohes Mass persönlicher Anstrengung nötig sei, um ein Verständnis zu entwickeln. Hinsichtlich fachspezifi-scher Merkmale sowie beim Lösen physikalischer Problemstellungen erweisen sich der Umgang mit fachsprachlichen Begriffen sowie das Modellieren - hier insbesondere die Konstruktion von Modellen - als schwierig für die Schüler*in-nen.</p> <p><strong>Fazit:</strong> In der Gesamtschau der drei Studien deutet vieles darauf hin, dass unter anderem der Bedeutung von Modellen und den damit einhergehenden Schwierigkeiten eine (noch) grössere Aufmerksamkeit seitens der Fachdidaktik gewid-met werden sollte. Eine Fokussierung auf den Konstruktionsprozess von Modellen unter Berücksichtigung zugrunde liegender Idealisierungen könnte Schüler*innen dabei helfen, Verständnis darüber zu erhalten, warum die jeweils ver-wendeten Modelle genau die gewollten Eigenschaften besitzen. Am Ende des Beitrags werden Implikationen für den Physikunterricht sowie für weitergehende Forschungsfelder skizziert.</p> <p><strong>Keywords:</strong> Schwierigkeitserzeugende Merkmale, Beliebtheit, Physikunterricht</p> 2021-11-29T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 The Author/s